Die IJssellinie in Olst/Welsum wurde Anfang der 50er Jahre, als Teil der NATO Verteidigung, entlang der Rhein-IJssel erbaut um einen Angriff des Warschau Paktes

(die kommunistische Sowjetunion und ihre Verbündeten) zu verzögern, in Abwartung von Hilfe der NATO-Partner, geführt von den Vereinigten Staaten und Großbritannien. Im westlichem Teil Europas hatte man große Angst vor den Russen. Die Rote Armee war etwa zehnmal so umfangreich wie die NATO-Truppen in Europa und hatte viele Divisionen in der DDR und Polen stationiert. Außerdem war es der Bundesrepublik Deutschland, so kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, nicht erlaubt eine Armee zu bilden. Bei der IJssellinie in Olst drehte sich alles um den Caisson von etwa 90 Metern Breite mit dem die IJssel abgesperrt werden konnte. Zusammen mit Querdeichen und auf Pfählen gegründete Dämme mit versenkbaren Klappen in den Vorländern bildete die riesige

NL                   GB                     D                     F                     USSR

Die IJssellinie, ein großes Geheimnis

Stahlkonstruktion einen massiven Damm, mit dem das Wasser in der IJssel im Fall einer Kriegsdrohung aufgestaut werden konnte, um anschließend durch Schleusen in dem Winterdeich über die Ländereien ins Inland auszufließen. So entstand ein 5 bis 10 Kilometer breites Hindernis um den Aufmarsch der Roten Armee für etwa eine Woche zu verzögern.

Für die Überschwemmung der 126 Kilometer langen Wassersperre an der IJssel entlang (von Arnheim bis Kampen) und ein Stückchen Rhein (von Lobith bis Arnheim) brauchte man eine riesige Menge Wasser. Durch Absperrung der Waal bei Nimwegen und des Niederrheins bei Arnheim konnte man die Gesamtmenge Wasser die bei Lobith in die Niederlande fließt für die Überflutung des IJsseltals benutzen. Glücklicherweise ist die IJssellinie niemals zum Einsatz gekommen. Wohl wurde dreimal eine Absenkung der Caisson vorbereitet:

1956 Volksaufstand in Ungarn gegen das

kommunistische Regime.

1961 Bau der Berliner Mauer und

1962 Kubakrise. In allen Fällen wurden in Olst/Welsum die fast 70 Kasematten zur Schützung der Caisson mit Soldaten, Kanonen und Munition versehen. Nachdem die Bundesrepublik 1955 NATO-Mitglied geworden war und die NATO-Verteidigungslinie nach der Weser verschoben war, wurde die IJssellinie allmählich überflüssig. In der zweiten Hälfte der 60er Jahre wurde in Olst/Welsum etwa 50 Prozent der Verteidigungswerke abgerissen. Was übrig ist, ist teilweise besuchbar. Die IJssellinie wurde Anfang der 50er Jahre unter absoluter Geheimhaltung erbaut. Nur sehr wenige Offiziere und Politiker wussten was los war. Das Parlament und mehr als 400.000 Menschen, die falls Unterwassersetzung fliehen mussten, wurden nicht informiert. Erst 1990 wurde die Geheimhaltung aufgehoben.

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Die Absicht der Stiftung "De IJssellinie" ist es um die IJssellinie wie ein getreues, berührbares, Monumentales Verteidigungswerk aus dem Kalten Krieg zu restaurieren, zu erforschen, zu dokumentieren, zu verwalten und zu erhalten und dieses Verteidigungswerk in der Absicht von Pädagogie und Freizeit für das Publikum frei zu geben.

Die Absicht von dieser Webseite ist es um das Publikum zu informieren über die Aktivitäten von der Stiftung

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